Lucerne Blues Festival

Angefangen bei einem Budget von 350000 CHF ist das Lucerne Blues Festival heute zu einem der bedeutensten internationalen Festivals herangewachsen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, diese besondere Musikrichtung in die Welt hinauszutragen.

Die Idee ein eigenes Festival zu veranstalten fassten sich ein paar Musikfreunde aus Luzern, die endlich auch in der Schweiz echten Blues live erleben wollten. 1995 fand deshalb im Rollerpalast das 1. Lucerne Blues Festival statt. Anfangs eher belächelt und unterschätzt brachte es das Festival schließlich zur Weltklasse-Stufe mit einem Niveau, das 2007 auch durch die Auszeichung des „Keep The Blues Alive Award“ international geehrt wurde.

Der Blues, den die ehrenamtlichen Organisatoren erhalten möchten, entstammt der afroamerikanischen Gesellschaft und bildete sich Ende des 19. Jahrhunderts heraus. Heute stellt er einen bedeutenden Grundbaustein für die populäre nordamerikanische Musik dar und ist verwandt mit dem Jazz, Rock’n‘ Roll und auch Rock. Auch im Hip Hop finden sich oft seine besondern Klangmuster wieder. Diese eingängige und einfühlsame Musikrichtung wurde von der Bezeichung „I’ve got the blues“ oder auch „I feel blue“ abgeleitet, was so viel bedeutet wie: „Ich bin traurig“. Das besondere am Blues aber ist seine Varianz, die das Festival jedes Jahr von neuem faszinierend offenbart.

Tanzbar und einfühlsam, unbeschwerrt und tiefgängig – der Blues, der auf dem Lucerne Blues Festival geschaffen wird, vermag durch seine vielfältigen Künstler ein großes Rahmenprogramm über mehrere Tage zu kreieren, welches diese Eigenschaften in sich vereint.

Rückblick 2011
Das 17. Lucerne Blues Festival von 2011 wurde im Hotel Schweizerhof mit dem Kanadier Colin Linden eröffnet und im Anschluss gab es Soulblues von Deitra Farr zu hören. Weitere Artisten waren am 2. Tag zum Beispiel der texanische Sänger Shawn Pittmann und die Legende Henry Gray. Für Gitarrenfreunde gab es unter anderem die Lamy McCray Band mit Bluesrock und langen Gitarrenpassagen zu hören.
Am letzten Tag ging es mit Terrance Simien & the Zydeco Experience dann in Tanz- und Partystimmung dem Ende dieses einzigartigen Festivals entgegen.